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Echte Advents-Feiern statt Adventskarneval

03. Dezember 2017 (HL-Red-RB) Eben noch auf die eine Art, auf die Advents- und Weihnachtszeit einzugehen, gerne aber auch der Blick von HL-live - Pastor Heinz Rußmann, der dazu oder auch darüber hinaus ein wenig mehr "nachdenklich" machen könnte:
Weihnachtsmärkte, laute Musik, Shopping: Der "Adventskarneval" hat begonnen, meint HL-live.de Pastor Heinz Rußmann. Er geht auf die christliche Bedeutung dieser Zeit ein.
Der Adventskarneval ist eröffnet. Starten Sie deshalb in die neue Jahreszeit mit vielen Genüssen. Gehen Sie spielerisch um mit dieser Jahresausklangs-Zeit. Solche Sätze und ähnliche kann man in diesen Tagen in der Presse lesen. Und die Innenstädte sind deshalb überfüllt mit Verkaufs-Ständen, offenen Geschäften, Wurstbuden und mit Kauflustigen. Schön und typisch: zwölf Trompeter spielen Adventslieder vor dem Rathaus, und aus Lautsprechern ertönt Weihnachtsmusik.

Neben der lockeren Adventskarneval–Sicht gibt es eine andere Sicht. Leicht kann man sehen und spüren, dass unglaublich viele Norddeutsche mit Geschenkpaketen durch die Innenstadt von Lübeck, der "Weihnachtsstadt des Nordens" wandern. Zwei Millionen Besucher werden erwartet. Sie wollen ihre Liebsten zu Weihnachten möglichst reichhaltig beschenken. Rührend ist es, wie sie überlegen, was ihre lieben Mit-Menschen erfreuen könnte: welche Bücher, welche CDs, welche Schals, welche Parfums könnten ihnen gefallen? Und die sehr angestrengten Verkäuferinnen und Verkäufer sind noch freundlicher als sonst.

Wir könnten alle auch dankbar spüren, dass Gott, der Schöpfer, uns alle mit der Fähigkeit zur Liebe begabt hat zu unserern nächsten Menschen, zu unserer Familie, zu Freunden und Nachbarn und Mitbürgern. Ja auch zur Nächstenliebe zu den Notleidenden in der weiten Welt. Unser Staat und unsere Kirchen engagieren sich dort auch enorm. Zum Beispiel über Brot für die Welt. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit blüht erfreulich viel Nächstenliebe auf zu Armen und Hungernden unter uns. (Spendenkonto Brot für die Welt, Evangelische Kirche, IBAN DE10 1006 1006 0500 5005 00)

Aber dann quält uns auch manchmal das Rätsel, warum es soviel Hass und Krieg, Hunger und Christenverfolgung in der Welt gibt? Die selbstverschuldete Klimakatastrophe, Hunger, Flüchtlinge, Überbevölkerung machen uns Sorgen. Die Drohung eines Atomkrieges verwirrt uns. Fachleute sprechen neu von Dystopie, einem Gegenbild zur guten Utopie. Unsere apokalyptische Ängste spiegeln sich heute in aktuellen Filmen.

Im Predigttext der evangelischen Kirchen zum ersten Advent ist die Rede von dem Buch mit den sieben Siegeln (Offenbarung Joh 5,1-14). Alle Seher und Zukunftsforscher können es nicht öffnen, um in die Zukunft zu schauen. Aber Jesus kann es öffnen und verkündet Trost in ermutigenden Visionen über die Zukunft der Welt und der Menschen. Gott wird am Ziel alle Tränen trocknen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid und Geschrei (Offenbarung Joh 21,1-7).

Im Advent mit Blick auf Weihnachten feiern wir die erste Ankunft von Jesus auf der Erde zu uns in Bethlehem (Lukas 2) Deshalb können wir trotz mancher Zukunftssorgen und manchem Adventskarneval eine frohe Adventszeit getrost feiern und mit innerer Freude im Blick auf die Weihnachtsfreude! Seht die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde, kommt und ist für alle da, kommt, dass Friede werde (EG 18).

Das wünscht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser mit Ihren Familien

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

Ihre Fragen, Kommentare und Ihre Kritik und Ihren Advents-Gruß an heinzrussmann@web.de

Quelle:
HL-live

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